• „Morgen wollen sie wieder Regen.“
  • „Ich hoffe, dass ich ihn irgendwann wiedersehe.“
  • „Die in Bern / Berlin / Wien schränken unsere Freiheit ein.“
  • „Bitte, lass es geschehen!“
  • „Ob ich wohl jemals wieder glücklich sein werde?“


Es gibt Sätze, mit denen wir unsere Macht abgeben.

Ich höre Sätze wie die obigen sehr oft, und ebenso oft habe ich sie in der einen oder anderen Form selbst schon geäussert. Erst wenn ich diese Aussagen genauer betrachte, erkenne ich, dass sie auf subtile Weise etwas zum Ausdruck bringen: Nämlich, dass ich – bewusst oder unbewusst – annehme, dass jemand anderes oder eine Instanz im Aussen über mein (Er-)Leben bestimmt. Dass ich nichts dafür kann, wie mir geschieht. Dass ich hoffe, und nicht kreiere. Dass ich darum bitte, und nicht wähle.

Sage ich solche Sätze oft, dann zeige ich, dass ich mich noch nicht in allen Teilen als den machtvollen Schöpfer verstehe, der ich bin. Pao Chung schreibt dazu in seinem Buch „Word Magic“ (1):

„Wenn du dich darauf verlässt, dass jemand im Aussen dich retten wird oder deine Geschicke bestimmt, dann teilst du dem Universum unbewusst mit, dass Gott dich nicht mit den nötigen spirituellen Kräften ausgestattet hat, um spirituelle Freiheit zu erlangen.“

 

Es ist alles eine Frage der Resonanz

Mein persönlicher Weg hat mich zum Verständnis geführt, dass ich der Schöpfer von ALLEM bin, was sich in meinem Leben zeigt – egal, ob ich es als schön oder schlimm, als freudig oder traurig erlebe. Alles hat den Sinn, dass ich Erfahrungen mache, die jetzt gerade wichtig sind für mich, und durch die ich mich tiefer und tiefer selbst erkenne. 

Was ich schöpfe, bestimme ich aus dem Moment heraus mit meinen aktuellen Gedanken, Überzeugungen und Absichten. Diese Wahrheit kommt für mich im Satz „It is done upon you as you believe“ zum Ausdruck, zu deutsch: „Dir geschieht nach deinem Willen.“ Oder: Mein Wille geschehe! Dass die Realität häufig nicht mit unseren Wünschen und Zielen übereinstimmt, kommt daher, dass wir einen grossen Teil aus unseren (noch) unbewussten Anteilen heraus schöpfen.

Tritt ein Ereignis ein, dann bin ich daran jedoch immer beteiligt. Es zeigt sich in meiner Realität, wenn es eine Resonanz gibt: Wenn meine Gedanken in Resonanz mit einer Möglichkeit im Feld der unendlichen Möglichkeiten gehen, wenn ich und ein anderer Mensch gleiche Gedanken oder einen ähnlichen Seelenplan haben – oder wenn eine Angebotswelle aus der Vergangenheit auf eine Echowelle aus der Zukunft trifft (mehr dazu weiter unten).

 

Das Leben als Hologramm

Ich verstehe das Leben mittlerweile als Hologramm, in dem sich unser Wille, unsere Überzeugungen, unsere Intentionen exakt widerspiegeln. Die Frage ist einzig, ob ich diesen Willen bewusst wahrnehme, ob ich mir über meine eigenen Überzeugungen im Klaren bin, und ob ich meine Intention aktiv zum Formen meiner Realität einsetze.

Sarita Sol (2) beschreibt die Wirkungsweise des Hologramms in der ersten Folge ihres Kurses „Stuck in Conspiracy“ so:

„Der Mensch ist eine außergewöhnliche Spezies. Unsere göttliche Architektur als elektrisch-magnetisches Wesen ermöglicht es uns, die holografische Simulation von Moment zu Moment entsprechend unseren Wünschen und dem, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, zu beeinflussen und neu zu erschaffen. Wenn unsere Gedanken ein Bild erschaffen, das durch unsere Emotionen Schwung bekommt, senden wir einen elektrischen Impuls über die verschiedenen Nullpunktportale unseres Körpers – wie unsere Chakren und Energiezentren, ja sogar die Poren unserer Haut – an das Quellbewusstsein aus. Dieses reagiert dann auf unseren Wunsch, indem es uns im holografischen Feld genau das Bild zurückspiegelt, das wir ausgesendet haben. Oder anders ausgedrückt: Unser Verstand und unsere Emotionen erzeugen, wenn sie im Einklang sind, den Effekt der Realität. (…)“

 

Wenn Angebotswellen auf Echowellen treffen

In seinem Buch „Das Gesetz der Resonanz“ erläutert Pierre Franckh (3) den Vorgang, der aus Wünschen Realität macht, aus Sicht der Quantenphysik:

„Nun hat man (…) in der Quantenphysik herausgefunden, dass sich sogenannte Quantenwellen – zum Beispiel unsere Gedanken und Überzeugungen – nicht nur räumlich ausbreiten, sondern auch zeitlich. (…) Es gibt also Quantenwellen, die von der Vergangenheit in die Zukunft laufen, sogenannte normale Quantenwellen. Es gibt überdies Energiewellen – sogenannte konjugiert komplexe Wellen –‚ die sich von der Zukunft in die Vergangenheit ausbreiten! (…) Die Wellen, die in die Zukunft laufen, werden Angebotswellen genannt, und die in die Vergangenheit zurücklaufenden Wellen werden als Echowellen bezeichnet. (…) Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintritt, resultiert laut Quantenphysik aus dem Zusammentreffen einer Angebotswelle aus der Vergangenheit und einer ‚passenden‘ Echowelle aus der Zukunft. (…) Die Zukunft existiert bereits ‚irgendwo da draußen‘. Ansonsten könnte sie keine Wellen in die Vergangenheit — also in unsere Gegenwart — zurückschicken. Auch deine Zukunft existiert bereits — jetzt in dieser Sekunde. Und dennoch ist sie nicht vorbestimmt, denn wir haben die Möglichkeit, uns verschiedene Arten der Zukunft zu wählen.“

Auch hier also erzeugen Gedanken und Überzeugungen eine Schwingung oder eben Wellen – und von diesen wiederum hängt ab, was als Ereignis in unser Leben tritt.

 

Intention und Gefühl machen uns mag(net)isch

Das bedeutet, dass es kaum etwas Kraftvolleres gibt als eine bewusste Intention (Kopf = elektrisch), die mit einem entsprechenden Gefühl (Herz = magnetisch) einher geht. Aus diesen beiden Elementen entsteht das elektromagnetische Feld, aus dem heraus wir schöpfen und kreieren.

Oben erwähnte Sarita Sol spricht mir mit dem, was sie in einem ihrer letzten Rundbriefe zur Absicht bzw. Intention schrieb, aus dem Herzen:

„Absicht ist die absolute Ausrichtung des freien Willens darauf, durch eine Entscheidung etwas zu erschaffen. (…) Die Vorstellung, dass der Schöpfer außerhalb von uns liegt, ist eine Umkehrung der Wahrheit und wurde genutzt, um uns durch Systeme wie die Religion zum Nachteil der gesamten Menschheit, jedes Lebewesens auf diesem Planeten und der Erde selbst zu indoktrinieren. (…) Wenn wir jedoch unsere Absicht bewusst und konzentriert einsetzen, kann sie zu einem magischen Werkzeug werden, das uns hilft, buchstäblich das Material zu verändern, aus dem wir bestehen. Außerdem – und das ist noch wichtiger – bringt sie uns in Einklang mit der Wahrheit unserer eigenen Kraft: dass wir alle Ausdruck des Bewusstseins sind oder, anders ausgedrückt, die Schöpfer unseres eigenen Schicksals.“

 

Die höhere Führung – bin ich sie selbst?

Einerseits sind wir also Schöpfer unserer eigenen Realität. Gleichzeitig habe ich unzählige Male fasziniert wahrgenommen, dass es so etwas wie eine höhere Führung gibt: Zu erstaunlich, zu präzise, zu perfekt orchestriert wirken manche Ereignisse in meinem Leben.

Ob es eine solche gibt und wer oder was diese Kraft ausmacht, wird jeder für sich alleine entscheiden. Ich glaube, dass es unter anderem mein höheres Selbst ist, das mich in meinem Leben führt. Mein höheres Selbst – das bin Ich in einer anderen Dimension. Als multidimensionale Wesen existieren wir nicht nur einmal, sondern zig-fach. In einem Podcast habe ich zum ersten Mal gehört, dass „höher“ gleichzusetzen ist mit „zukünftig“. Denn der Aufstieg geschieht mit fortschreitender Entwicklung.

Die Idee, dass zukünftige Versionen von uns selbst existieren und irgendwie mit uns in Verbindung stehen, mag seltsam anmuten. Doch erscheint mir dieses Szenario aufgrund meiner eigenen Erfahrungen am plausibelsten.

 

Zuviel der Macht

Erstaunlicherweise löst der Gedanke, dass wir für die Ereignisse in unserem Leben selbst verantwortlich sind, bei vielen Menschen grosse Abwehr aus. Es scheint, als wäre dies zuviel der Macht. Als wäre es einfacher, Begegnungen und Situationen als Zufälle zu betrachten und nichts mit alledem zu tun zu haben.

Ich erinnere mich lebhaft an einen längst vergangenen Abend, als ich meine Überzeugung, dass jeder selbst über sein Leben bestimmt bzw. irgendwann seinen Seelenplan gewählt hat, an einem Apéro zum Besten gab. Ich war völlig überrascht von der Vehemenz, mit der die am Stehtisch befindlichen anderen Gäste dieser Aussage entgegentraten. Das gab mir noch lange zu denken.

Nichts, so scheint es, kann erschreckender sein als die eigene Grösse.

Ich für meinen Teil kann immer besser zu dieser stehen.  Ja, mehr noch: Ich finde es ausgesprochen faszinierend und ermutigend, welche Schöpferkraft mir zur Verfügung steht, wenn ich sie denn bewusst nutze!

Und so ist es für mich mehr als annehmbar, dass ich der Schmied meines eigenen Glücks bin. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass ich dies in meinen Worten zum Ausdruck bringe. Denn sie sind – nebst Gedanken, Gefühlen, Intentionen und Handlungen – ein wesentliches Instrument der Schöpfung!

Und dann heisst es:

  • „In meinen Ferien scheint bestimmt wieder die Sonne.“
  • „Ich weiss, dass ich ihn wiedersehe werde.“
  • „In Bern / Wien / Berlin können sie entscheiden, was sie wollen: Wie frei ich bin, entscheide ich selbst.“
  • „Danke, dass es geschieht!“
  • „Nach dieser Phase bin ich auch wieder glücklich.“


PS: Wenn es um die Reduktion von Stress und Druck im Alltag geht, rege ich an, über sämtliche in der Zukunft liegenden Aktivitäten im Futur zu sprechen. Das verschafft Raum und eine willkommene Atempause zwischen dem Jetzt und dem, was später kommt. Geht es jedoch ums Manifestieren, ist die grammatikalische Gegenwart die Zeit der Wahl: Es IST bereits so, denn ich habe es ausgesendet – auch, wenn es sich in der Realität vielleicht noch nicht gezeigt hat.

 

Quellen:

(1) Pao Chang (2019): Word Magic – The Powers and Occult Definitions of Words“. Minnesota: Esoteric Knowledge Publishing

(2) www.sarita-sol.com

(3) Pierre Franckh (2008): Das Gesetz der Resonanz. Burgrain: KOHA-Verlag

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