„Luca, mach die Musik ein bisschen leiser!“
„Deine neue Tapete gefällt mir irgendwie.“
„Eigentlich haben wir jetzt eine ganz gute Stimmung im Betrieb.“
Wie klar wirken diese Sätze auf dich? Was glaubst du:
- Wie stark wird Luca den Lautsprecher herunter drehen?
- Wird sich die Wohnungsbesitzerin über das Kompliment zu ihrer neuen, blumig gestalteten Wand freuen?
- Und warten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des erwähnten Betriebs freudvoll darauf, am Montag endlich zur Arbeit zu gehen?
Du zweifelst daran. Ich auch.
Die Füllwörter „ein bisschen“, „irgendwie“ und „eigentlich“ machen unsere Aussage schwammig – oder kehren sie sogar ins Gegenteil.
Mit „eigentlich“ erwecken wir den Eindruck von Inkompetenz
Bei „eigentlich“ sprechen wir der Sprecherin und dem Sprecher interessanterweise sogar die Kompetenz ab. Wenn Frau Müller „Eigentlich male ich gerne“ sagt, glauben wir unbewusst, dass Frau Müller a) nicht oft malt und b) auch nicht gut. Da kann der Verstand lange einwerfen, dass wir das nicht wissen können. Das Gefühl ist da.
Dies zu wissen, erscheint mir für Eltern und Führungskräfte unverzichtbar. In diesen beiden Aufgaben ist es von besonders grossem Nachteil, wenn wir mit einem kleinen Füllwort ständig unsere eigene Glaubwürdigkeit und Kompetenz untergraben.
Welches ist DEIN Lieblingsfüllwort?
Doch egal, welche Rolle du in deinem Leben gerade innehast: Es lohnt sich, häufig und unbewusst gebrauchte Lieblingsfüllwörter zu identifizieren.
Und ja – wir alle haben sie! Welches ist deines?
Um dies herauszufinden, fordere hier kostenlos meine Liste mit den häufigsten Füllwörtern an und schau, welchen dieser Begriffe du im Alltag besonders häufig benutzt:
Oder du bittest eine dir nahe stehende Person darum, dich auf dieses – oder möglicherweise gar mehrere davon – hinzuweisen. Meist sind wir uns dieser selbst zu wenig bewusst. Kennst du deine „sprachliche Macke“, dann kannst du es angehen, auf diesen Begriff nach und nach zu verzichten.
„Ein bisschen“ bringt ein bisschen
Bei mir persönlich ist es der Ausdruck „ein bisschen“. Schliesslich bin ich Schweizerin – es ist mir in die Wiege gelegt worden, mich aus Höflichkeit zurückzunehmen, ja nicht aufzufallen und ja nicht zu viel zu verlangen!
Gleichzeitig will ich Fülle in mein Leben einladen. Das passt nicht zusammen. Fülle geht dorthin, wo sie willkommen ist. Wo wir ausstrahlen, dass wir uns selber wertschätzen und es uns „wert sind“, Geld, Glück und anderen Reichtum zu erhalten. Der Begriff „ein bisschen“ sendet eine andere Botschaft aus. Ich bin erfolgreich dabei, das zu ändern. (Lies dazu auch meinen Blog „‚Ein bisschen‘ bringt ein bisschen“).
In diesem Sinne wünsche ich dir viel persönliche Bereicherung auf deinem Weg zu mehr sprachlicher Klarheit!
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